Laryngitis

(aus ZCT Heft 6, 1997, aktualisiert)

 

Kasuistik:

 

In die Praxis kommt ein 45 Jahre alter männlicher Patient, der seit zwei Tagen - beginnend mit Kratzen und Schmerzen in den tiefen Halspartien - eine zunehmende Heiserkeit feststellt. Zusätzlich bestehen Glieder- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, mäßig erhöhte Körpertemperatur und ein leichter unproduktiver Reizhusten sowie ein mittelschweres Krankheitsgefühl. Die körperliche Untersuchung ergibt keinen Hinweis für eine akute Tonsillopharyngitis, eine Bronchitis oder Pneumonie. Die indirekte Laryngoskopie zeigt deutlich gerötete bilaterale Stimmbänder ohne Beläge. Auch die benachbarte pharyngale Schleimhaut ist deutlich entzündet.

 

 

Diagnose und Ätiologie:

 

Die akute Laryngitis entsteht durch vorwiegend virale, seltener bakterielle Infektionserreger. Zusätzlich müssen aber auch thermische, allergische oder chemische Inhalationsnoxen, wie z.B. Tabakrauch, berücksichtigt werden. Zumeist ist die Laryngitis Teilerscheinung einer deszendierenden katarrhalischen Entzündung der oberen Luftwege oder sie entsteht aszendierend nach einer Bronchitis. Sonderformen treten bei Tuberkulose, Sarkoidose, Diphtherie und Syphilis auf.

 

 

Therapie:

 

Die zumeist akute virale Infektion kann nicht chemotherapeutisch behandelt werden. Eine konsequente Stimmschonung, Rauchverbot bzw. Elimination von chemischen und allergenen Noxen ist notwendig. Wasserdampfinhalationen, antiphlogistische Maßnahmen sowie körperliche Schonung sind wichtigste Bestandteile der unspezifischen Therapiemaßnahmen. Eine engmaschige Kontrolle zum Ausschluß einer bakteriellen Superinfektion mit Entwicklung z.B. einer Tracheobronchitis ist bei diesen Patienten notwendig. Besteht die Heiserkeit über mehr als drei Wochen im Sinne einer chronischen Entzündung des Kehlkopfes, muß eine intensivere Diagnostik erfolgen.

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Letzte Aktualisierung dieser Seiten:
29. Juli 2017

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